
Die Heinrich-Böll-Schule ist eine "kooperative Gesamtschule". In den Jahrgangstufen 5/6 wird neben den Gymnasialklassen eine Förderstufe angeboten. Drei Schulzweige (Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweig) arbeiten unter einem Dach zusammen. In einer Klasse pro Jahrgang findet gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern statt.
Ein besonderer Vorteil der Schule besteht darin, dass man den Schulzweig (vorausgesetzt, man weist die entsprechenden Leistungen vor) wechseln und so den bestmöglichen Abschluss erreichen kann. Die Schule bietet eine Vielzahl von Wegen in die Berufswelt und ins Hochschulstudium an. Darunter sind besonders die Konzepte zur Berufsorientierung, zum Übergang von der Realschule in die Gymnasiale Oberstufe (Ziel Abitur) und die schülerfreundliche Gestaltung des verkürzten Gymnasialzweiges (G8) hervor zu heben.
Erwähnenswert ist ebenfalls eine SchuB-Klasse (Schule und Betrieb), die auch Schülern mit großen Problemen sehr erfolgreich den Start ins Berufsleben ermöglicht.
Im Schuljahr 2002/2003 haben sich Schulleitung und Kollegium der Heinrich-Böll-Schule auf den Weg gemacht, ihre Schule gründlich zu diagnostizieren und anschließend nach den Leitlinien des Hessischen Referenzrahmens für Schulqualität umfassend umzubauen. Das einzelne Kind steht seitdem zunehmend im Zentrum der Unterrichtsentwicklung und einer bewussten Schul- und Lernkultur. Die Sekundarstufe I ist fast vollständig auf eine Schule auf der Basis von Lehrerjahrgangsteams umgestellt, die veränderte Unterrichtspraxis setzt auf die Vermittlung von Kompetenzen und stellt die stärkere individuelle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Lernprozess in den Mittelpunkt. Die klare Zielsetzung verbesserte im Verlauf der letzten Jahre die Qualität des Bildungsangebotes und damit die Attraktivität der Heinrich-Böll-Schule deutlich und lässt sich auch anhand der Evaluationsergebnisse durch die erste SEIS-Untersuchung der Schule (Selbstevaluation in Schule) erfreulich klar nachweisen.
Ein großzügiger Ganztagsbereich ergänzt das Bildungsangebot der Heinrich-Böll-Schule. Neben einem täglichen Mittagstisch, der Hausaufgabenbetreuung und ergänzenden (Förder-) Angeboten zur "Vormittagsschule" findet sich hier das umfangreichste sportliche und kulturelle Angebot aller Schulen, die im Main-Taunus-Kreis ein Nachmittagsprogramm anbieten.