
Die Johann-Hinrich-Wichern-Schule ist eine Förder-schule mit dem Schwerpunkt Lernen. Sie wird von Schülerinnen und Schülern mit vorrangig sonderpädagogischem Förderbedarf Lernhilfe besucht.
Als übergeordnete Ziele werden verfolgt: Die Stärkung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler sowie Aufbau von Selbstbewusstsein, die Anleitung zum eigenverantwortlichen Denken und Handeln, die Ausbildung von zukunftsrelevanten Schlüsselqualifikationen, die Vorbereitung auf die Berufswahl sowie die Berufs-, Arbeits- und Lebenswelt und die Eingliederung der Schülerinnen und Schüler in eine multikulturell geprägte demokratische Gesellschaft.
Den Unterricht erteilen vorwiegend Förderschullehrerinnen und Förderschullehrer. In der sonderpädagogischen Arbeit werden diese unterstützt durch eine Schulsozialarbeiterin, eine Psychomotorikerin und eine Sozialpädagogische Fachkraft für die SchuB-Maßnahme.
Durch den Main-Taunus-Kreis als Schulträger erhielt die Schule eine hochwertige fachspezifische und technische Ausstattung.
Die Schule gliedert sich in Grundstufe (1. - 4. Schj.), Mittelstufe (5. - 6. Schj.) und Hauptstufe (7. - 11. Schj.). Der Schwerpunkt der Grundstufenarbeit liegt im Schaffen und Ausbauen von Voraussetzungen zum erfolgreichen schulischen Lernen und besonders zum Erwerb der Kulturtechniken. Eine ganzheitlich angelegte Förderung, die auch in den folgenden Schulstufen ihre Relevanz behält, berücksichtigt sowohl den kognitiven als auch den psychomotorischen, sozialen und emotionalen Bereich.
Die Arbeit in der Mittelstufe setzt an den geschaffenen Voraussetzungen an; sie festigt und baut die vorhandenen Fähig- und Fertigkeiten aus. Eine besondere pädagogische Aufgabe der Mittelstufe stellt das Aufarbeiten der vorhandenen Leistungsdefizite dar mit der Perspektive einer möglichen Rückschulung. Mehr als die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler befindet sich in der Hauptstufe, so dass hier ein bedeutender Arbeitsschwerpunkt innerhalb der Johann-Hinrich-Wichern-Schule liegt, der mit Professionalität und in Kooperation mit schulischen und außerschulischen Partnern gestaltet wird. Zentrales Anliegen dieser Schulstufe ist die Hinführung auf Schulabschluss, Berufs- und Arbeitswelt sowie eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit.
Seit dem Schuljahr 2006/07 besteht in der Werkstattklasse ein erweitertes und berufsvorbereitendes Angebot für Schülerinnen und Schüler im 9., 10. und 11. Schulbesuchsjahr mit einem erhöhten Praxisanteil in Form von Betriebspraktika und internen bzw. externen Praxistagen.
Außerdem gibt es seit dem Schuljahr 2007/08 Praxisklassen nach dem SchuB-Modell, die von Schülerinnen und Schülern ohne und mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam besucht werden. Neben einer intensiven Berufsvorbereitung besteht hierbei das Angebot, in Kooperation mit der Gesamtschule Am Rosenberg den Hauptschulabschluss zu erwerben. Die SchuB-Maßnahme ist eine Einrichtung, die vom Europäischen Sozialfonds, der Agentur für Arbeit und dem Hessischen Kultusministerium unterstützt und in besonderer Weise gefördert wird.
Die Vermittlung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen spielt im Unterricht aller Klassen und Stufen eine bedeutende Rolle. Dazu gibt es eine Reihe von Angeboten aus den verschiedensten Bereichen, die fest in das Schulprogramm und den Unterrichtsalltag eingebunden sind. Dazu zählt u. a. die IT-Grundbildung und der Umgang mit modernen Medien, die Berufsorientierung mit sinnvoller Anschlussperspektive, der naturwissenschaftliche Unterricht, die sportlichen Aktivitäten, die Maßnahmen im Rahmen von gesunder Schule, die Sucht- und Gewaltprävention, die Kooperationen mit Nachbarschulen und die Zusammenarbeit mit Institutionen der präventiven Hilfe.
Außerhalb des Unterrichts bestehen für interessierte Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Fachpersonal Beratungs- und Hospitationsangebote sowie Einzelfallhilfen der Schulsozialarbeit.